Sidekick: Von Jägern und Gejagten

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Sidekick: Von Jägern und Gejagten

Beitrag von Arashi Eispfote am Sa Okt 07, 2017 9:56 pm

Sidekick: "Von Jägern und Gejagten"

von Rekdan

Geraschel. Die Blätter der Baumkronen bewegten sich sachte im den leichten Brisen. Geraschel. Die Blätter im Unterholz bewegten sich, wenn Tiere durch dieses streifen. Geknacke. Äste brechen unter den Bewegungen der Lebewesen. Gezwitscher. Nachtaktive Vögel suchen im Schutz der Nacht nach Nahrung. Gekreische. In der Ferne sind die Rufe von Raptoren zu hören.

Das fahle Licht des Mondes fällt ab und an durch die Bäume. Rekdan durchstreift den Dschungel. Die Gruppe lagert noch immer im Dorf der Dunkelspeere im Schlingendorn. Er kannte es. irgendwo im tiefsten Dickicht am A**** der Welt fest zu sitzen. War es an den Fronten, an denen er damals kämpfte nicht anders. Und heute wie damals ist es so, dass man nicht umsonst irgendwo Verweilen durfte. So machte er sich auf die Jagd. Fleisch und Felle für die Dunkelspeere als Dank, dass Tsuneyasu, Makrall und Rekdan in dem Dorf ruhen und sich sammeln konnten.

Er war nicht weit entfernt von dem Dorf. Der Orc kniete im Dickicht und fährt mit der Hand über die Erde. Spuren. Sie sind frisch. Der Jäger folgt ihnen, leise und geschwind, genau darauf achtend, keine Äste zu zerbrechen, keine Fützen zu durchlaufen und den Wind niemals im Rücken zu haben. Eine Lichtung. Der Mond scheint ohne Hemmungen auf die Gräser und Farnen, beleuchtet die Büsche, welche voller Beeren sind. In der Mitte landete flatternd ein Vogel. Groß. Er hatte bestimmt zwei Meter Spannweite. Rekdan behielt das Tier im Auge. Die Momente verstrichen. Der Orc musterte die Lichtung, behielt den Rand im Blick. Dann sah er ihn. Prachtvoll. Majestätisch. Geduckt schlich der Tiger sich an seine Beute ran, welche selber gerade irgendetwas verschlang. Rekdan bewegte sich dann selber einige Schritte, änderte seine Position und spannte einen Pfeil in seinen Bogen. Er zielte. Wartete ab. Ruhig. Die Atmung verlangsamte sich. Er zielte. Doch nicht auf den Vogel. Auch nicht auf den Tiger. Viel mehr auf die Stelle, wo der Tiger bei seinem Angriff auf seine Beute landete. Und so geschah es auch. Der Tiger, welcher sich gut an den Vogel schleichen konnte machte einen langen Satz, fuhr seine Krallen im Sprung aus und wollte gerade sein Mitternachtssnack reißen. Rekdan atmete aus, lies den Pfeil los und öffnete langsam das Auge, welches er zum Zielen geschlossen hatte. Der Pfeil flog.

Der Tiger landete im hohen Farn. Rekdan erhob sich, kam aus seinem geschützten Versteck und ging auf die Lichtung. Am Tiger angekommen begutachtete er seine Beute, während der Vogel noch lebte und versuchte sich zu befreien, welches sich aber durch das Gewicht der Großkatze als zu schwierig erwies. Der Orc grinste. Er verstaute Bogen und Köcher und beugte sich zu dem Tier runter. "Glück für uns beide heute, eh?" sprach der große Grünling und packte mit beiden Händen seine Beute. Der Vogel krächzte und floh direkt in den Schutz der dunklen Nacht. Der Orc sah ihm kurz nach, ehe er sich auf den Rückweg machte. Im Dorf angekommen überließ er seine Beute den Trollen, welche sich über das Fleisch, Fell und die Knochen und Zähne sichtlich freuten. Rekdan nickte zufrieden und legte sich schließlich zur Ruhe. Doch schlafen würde er nicht. Sein Blick wanderte in den Himmel, begutachtete die Sterne und seine Gedanken kreisten...
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