Kapitel 6: Zusammenhalt

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Kapitel 6: Zusammenhalt

Beitrag von Arashi Eispfote am Sa Okt 07, 2017 10:09 pm

Kapitel 6: "Zusammenhalt"

von Arashi Eispfote

,Diese verfluchte kleine sturköpfige…’ ich atmete hörbar durch die Nase ein und wieder aus. Ich hasste es, die Gruppe getrennt zu wissen. Und das nur weil kein Vertrauen herrschte und jeder das tat wonach ihm gerade der Sinn stand! Und das in diesen gefährlichen Gebieten!

Dass sie so uneinsichtig sein mussten. Dumme törichte Elfen! Jedes Mal dasselbe mit ihnen. Ich ballte erbost meine Pfoten zu Fäusten und starrte weiterhin den Hügel hinunter zu dem seltsamen Lager der Verlassenen. Ich hörte Tsuneyasu hinter mir ruhig atmen, ich warf einen flüchtigen Blick hinter mich und seufzte schwer.

So hatte ich mir diese Reise nicht vorgestellt… Seit wir von Grom’Gol aufgebrochen waren hatte ich ein komisches Gefühl. Meine Nächte waren durchwachsen und von seltsamen Träumen geprägt. Träumen, die von Schuldzuweisungen erfüllt und durch Ängste verstärkt wurden… solche Träume waren meist kein gutes Zeichen… Nun waren wir hier im Hinterland nahe dieses Lagers der Verlassenen und campierten auf dem Hügel. Zugegeben, ich hatte schon deutlich schlechtere Schlafplätze gehabt. Aber nachdem Rekdan mir nun verischert hatte, dass Verlassene zeitweilig nicht sonderlich zimperlich waren wenn es um Experimente ging... Ich seufzte schwer.

Ich zog die Decke, die ich von Coliessa erhalten hatte enger um mich und ging lautlos den Kamm entlang. Ließ dabei nach wie vor das Lager der experimentierfreudigen Verlassenen nicht aus den Augen. Was mir allerdings noch mehr Kopfzerbrechen bereitete… Dieser Jerodar… Der seltsam sprechende Verlassene… er hatte einen Abklang eines mir vertrauten Chis an sich… ein Chi welches eigentlich nichts in diesen Landen zu suchen hatte.

Ich blickte hinauf in die Sterne und konzentrierte mich.

Nichts.

Es war eh unwahrscheinlich, dass sie dem Verlassenen gefolgt war. Aber das man mit diesem Balg auch nichts als Ärger hatte! Warte nur, bis ich dich in die Pfoten bekomme, junges Fräulein! Aber es war schon interessant… dass ausgerechnet dieser Verlassene zu uns stieß und das so kurz, nachdem er ihr über den Weg gelaufen war…

Schicksal, du gehst wirklich verworrene Wege. Ich seufzte. Vielleicht irrte ich mich auch. Wäre immerhin nicht das erste Mal.

Ich sollte vielleicht lieber erst einmal abwarten und die Ereignisse auf mich zukommen lassen… auch wenn Warten nicht unbedingt meine Stärke war. Ich wusste derzeit wahrlich nicht, was ich von der ganzen Situation halten sollte.

Was ich allerdings mit Sicherheit sagen konnte: Die Gruppe musste endlich wieder zu dem werden, was sie früher einmal war. Eine Gemeinschaft die zusammen steht. Denn dieses ewige gegeneinander ankämpfen brachte uns nicht weiter!

Im Gegenteil! Es warf uns nur zurück!

Es wurde Zeit, dass hier ein anderer Wind wehte.

Ich blickte mich wieder um und spitzte die Ohren. Nichts auffälliges zu hören. Ich zog die Decke wieder etwas fester um mich und hockte mich in das vom Tau feuchte Gras. Die Beine angewinkelt und die Arme darum geschlungen saß ich da und legte den Kopf auf meine Knie.

Meine Wut war etwas verflogen. Tsuneyasu hatte vorhin schon recht gehabt. Ich lachte leise und rief mir seinen Wortlaut wieder ins Gedächtnis: “Eure Wut ist ja selbst für die Wildhammerzwerge zu spüren.”, ich grinste und schloss für einen Moment die Augen…

Ich würde nur ein kurzes Nickerchen halten, nur kurz die Augen ausruhen…
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