Kapitel 9: Merkwürdige Ereignisse auf der Windwärtsinsel

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Kapitel 9: Merkwürdige Ereignisse auf der Windwärtsinsel

Beitrag von Arashi Eispfote am Mo Okt 09, 2017 7:44 am

Kapitel 9: "Merkwürdige Ereignisse auf der Windwärtsinsel"

von Arashi Eispfote

Wir kamen mit Hilfe der Wolkenschlangen, die uns zur Verfügung gestellt wurden, auf der Windwärtsinsel an. Ich blickte mich um und machte sogleich Meister Windpfote und seine Reisegefährten aus. Nachdem wir sie kurz ins Bild gesetzt hatten, warteten wir. Plötzlich ertönte ein pfeifendes Geräusch gefolgt von einem Knall. Der Himmel färbte sich an der Küste grellrot und ich kniff die Augen zusammen. Rekdan winkte mich zu sich.

„Ein Leuchtfeuer. Ich schätze, dass sind die Gestalten, mit denen wir uns treffen sollen.“, meinte ich, nachdem ich Rekdans Wink gefolgt war. Wir gingen langsam näher und begutachteten die Gestalten. Es waren insgesamt drei. Ein Oger und zwei Gobins, die uns mit einem Megafon beschallten.

Tsuneyasu stand dicht hinter mir und ich hörte ihn leise sagen: „Wir sollten Vorsicht walten lassen. Ein Oger kann ein rauer Zeitgenosse werden.“, ich nickte bestätigend. Ich schlug vor in einer kleineren Gruppe voraus zu gehen. Das bedeutete Meister Windpfote, ich, Tsuneyasu und ein Mensch, dessen Namen ich mir einfach nicht merken konnte

“Ich gebe euch Deckung”, Rekdan spannte einen Pfeil in den Bogen und hält die Spannung zur Hälfte. Er ging leisen Schrittes in eine für ihn anscheinend günstigere Position und verharrte so reglos. Ich sah aus den Augenwinkeln wie er die Fremden ins Visier nahm und sie keine Sekunde aus den Augen ließ.

Auf dem Weg zu den drei Widersachern, schoss mir ein Gedanke durch den Kopf, dank des relativ kurzfristigen Wiedersehens hatten wir bislang noch keine Gelegenheit unser nächstes Vorgehen zu besprechen. Ich raunte Lao auf pandarisch zu: “Meister, wie sollen wir den dreien nun verständlich machen, dass es keine Zauberrollen gibt, die den Nebel heraufbeschwören können? Oder ihn verschwinden lassen?”

Anstelle eines Vorschlages sagte er nur: “Gut, tut dies. “, ich schaute ihn perplex an und er setzte nach: “Nun, ihr hattet doch die Idee... also führt sie aus!”
Ich war zugegebener Maßen mehr als nur leicht irritiert. Ich räusperte mich und trat vor.

“Nun…”, ich rang nach Worten. Ich hörte an Laos Stimme, wie er grinste: “Traut euch nur zu Meistern. “, und Wut keimte in mir auf. Ich bewahrte allerdings Ruhe und sammelte meine Gedanken.

Was dann folgte war… gewissermaßen seltsam. Es war fast so, als würde nicht ich, sondern Shiori aus mir sprechen. Ruhig, besonnen und diplomatisch. Eine Tushui eben. Lao hingegen war alles andere als diplomatisch, was mich dazu veranlasste mir kopfschüttelnd an die Stirn zu fassen.

Die Situation eskalierte. Rekdan schoss einen Pfeil und Chaos brach aus. Tsuneyasu meinte relativ trocken, auf seine beherrsche Art und Weise: “Jetzt haben wir ein Problem… “.

Ich jedoch schaute schockiert zu dem Geschehen, blickte dann jedoch hinter mich und fixierte Rekdan mit einem wütenden Blick und schrie in seine Richtung: “VERDAMMT NOCH EINS!”

Ich wies Tsuneyasu an, den Oger in Schach zu halten, er jedoch sorgte zu meiner Überraschung dafür, dass dieser den Sack mitsamt des Lehrensuchers darin fallen ließ. Ich handelte sofort und befreite den Gefangenen und schleppte ihn mühsam zu den anderen. Aus den Augenwinkeln heraus konnte ich sehen wie der andere Goblin mit einem Knall und viel Rauch entkam. Ich stieß einen leisen Fluch in meiner Heimatsprache aus, biss mir dann aber auf die Unterlippe. Es brachte nichts, sich darüber aufzuregen.

Ich wendete mich dem Lehrensucher zu und begutachtet ihn: “Ist alles in Ordnung?”, ich kniete mich neben ihn und untersuchte ihn vorsichtig auf etwaige Verletzungen.

Bis auf einige Schürfwunden und einer leichten Kopfverletzung schien er keinerlei Blessuren aufzuweisen. Ich schaute mich um. Tsuneyasu hielt immer noch den Oger in Schach. Rekdan hatte sich mittlerweile von hinten an ihn heran geschlichen und spannte seinen Bogen. Ich dachte gar nicht lange nach und wies meine Novizin direkt an: “Hiyuu! Helft Tsune!”, und schaute sie eindringlich an.

Der Oger ergab sich schlussendlich. Gegen drei Gegner wollte er wohl letztlich einfach nicht kämpfen. Wir nutzen den Umstand, um sowohl vom Lehrensucher als auch vom Oger Informationen zu erhalten. Wir erfuhren den Namen der Organisation.

Ich wunderte mich immer mehr über den bislang eher unscheinbaren Goblin, der so gewieft war, den Leichnam zu durchsuchen.

“Produktions,- Logistik,- Operations- und Treuhandsdienstleistungen, Gesellschaft ohne Haftung” oder Kurz: P.L.O.T. GoH. "

Ach eingehendem Studium der gefundenen Visitenkarte und einer etwas weniger hilfreichen Befragung der Oger fanden wir noch den Namen des Kopfes der Organisation heraus. “Rezlip Zimmelflox, Vertreter für Elementare Angelegenheiten", ich schaute zu Rekdan. "Das ist doch wenigstens etwas."

“Eine Organisation namens P.L.O.T Goh. wenn man wo suchen sollte, dann in Ogrimmar, im Viertel der Goblins.”, meinte Rekdan auf seine typisch kühle Art und Weise.

Tsuneyasu nickte langsam und meldete sich dann zu Wort: “Desweiteren habe ich noch mehr Informationen, die mir der Lehrensucher erzählt hat.”

Wir schauten zu ihm und blickten ihn erwartungsvoll an: “Diese Organisation ist auch auf den Weg zu den Ho'zen und Jinyu. Wir sollten also auch diese zwei Völker besuchen. Vielleicht ist es noch nicht zu spät. Dabei sollte die Allianz die Jinyu und wir die Ho'Zen einen Besuch abstatten.”

Rekdan runzelte die Stirn: “Die Ho'zen? Wenn es so sein sollte, sind die Ho'zen eher in Gefahr. oder meint ihr, sie würden einen Handel eingehen?”

Ich hob eine Augenbraue und meine trocken: “Wenn sie zu den Ho-Zen gehen, dann sollten sie sich Obst und- Gemüseabweisende Kleidung mitnehmen. Ich glaube kaum, dass sie sich auf Verhandlungen einlassen, geschweige denn sie friedvoll und ohne Gegenwehr akzeptieren.”

Tsuneyasu nickt nur knapp: “Es gibt keinen Handel, da es nichts zu finden gibt. Dieser Glitz, oder wie auch immer, will einen Schlüssel zu dieser Insel. Diese Insel ist nicht um Pandaria, dass wüssten die Lehrensucher. Also gibt es hier auch keinen Schlüssel.”

Noxzil bemerkte noch beiläufig: “Und zwar so sehr, dass er bereit ist sich Gold und Edelsteinen zu trennen.“, er spielte wohl auf den Brief an, den ich vor einigen Tagen erhalten hatte.

Rekdan legte den Kopf schief. Er schien mehr mit sich selbst zu reden: “Hmmm die Küste? es ist doch schon sonderbar oder? Die Allianz und die Horde kämpfen auf den Verheerten Inseln gegen die Legion und jetzt will ein Goblin auf eine verborgene Insel, die vorher noch keiner gefunden hat? Und um Kalimdor ist sie ja anscheinend auch nicht. Ebenso wenig in der Nähe der Königreiche. Und ihr sagt gerade, dass es um Pandaria auch keine gibt… “

Ich neigte den Kopf und dachte über das Gesagte nach. So viele unterschiedliche Meinungen und Ansichten. Was dachte ich denn nun eigentlich? Was davon konnte ich glauben und was sollte unser nächster Schritt sein. Die Verantwortung, die auf meinen Schultern ruhte wuchs mehr und mehr, so schien es mir. Doch dann schüttelte ich den Kopf und erhob die Stimme: “Irgendetwas muss an der Sache ja dran sein… Wir sollten zu den Ho-Zen gehen. Vielleicht finden wir dort jemanden, der uns nähere Informationen geben kann!”

“Und Meister Windpfote zu den Jinyu. Sie sind Verbündete der Allianz.”, Tsuneyasu nickte bestätigend.

Damit war es beschlossen. Die Wege zwischen Lao und seiner Gruppe und der unsren würden sich trennen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass diese Trennung länger anhalten würde als zunächst angenommen.

Am nächsten Morgen…

Ich streckte mich und trat aus dem Haus hinaus. Ich war noch barfuß und trat in das noch vom Tau feuchte Gras und atmete die klare, leicht salzige Luft ein, die vom Wind hergetragen wurde. Von etwas weiter her, hörte ich gedämpft mehrere Stimmen.

“Jetzt mal im Ernst. Ich habe wirklich keinen Ärger bekommen. Warum auch? Ich habe getan, was getan werden musste. Manchmal bringen einem Worte nicht weiter…”, das war Rekdans Stimme. Ich verdrehte innerlich die Augen. Sie sprachen von seiner Pfeil-und Bogenaktion gestern. Ich wollte mich nicht darum kümmern, ich hatte etwas anderes zu tun. Ich lauschte und vernahm Stimmen, die in jener Sprache kommunizierten, die ich nur Bröckchenweise verstand.

Ich ging in ihre Richtung und machte mich in meiner Heimatsprache bemerkbar.
Mit ruhigem, fast schon gelassenen Blick, schaute ich den Pandaren vor mir an: “Lao?”

Er wendete sich zu mir: “Ja?”

Ich hörte wie Rekdan und Hiyuu näher kamen und sah aus den Augenwinkeln wie der Orc auf uns deutete und Hiyuu bat, das Gespräch zu übersetzen, was sie auch das ganze Gespräch über tat.

Ich atmete gut hörbar aus: “Meister, sollten wir nicht allmählich aufbrechen? Der Lehrensucher bestätigte es uns doch. Diese Leute werden auch zu den Jinyuu und den Ho-Zen gehen und sie bedrohen… Wir sollten keine Zeit mehr verlieren!“
Er nickte: “In der Tat.”

Ich schaute kurz hinter mich zu dem Lehrensucher und dem Oger und dann wieder zu Lao. Ich wartete einige quälend lange Sekunden, auf weitere Fragen oder etwaige Antworten seinerseits. Als er nichts weiter erwiderte hakte ich nach: “Wir sollten uns aufteilen, meint Ihr nicht?”

Er nickte erneut: “Ja, in der Tat.”

Ich schnaubte etwas verstimmt, nickte allerdings und meinte leise und beherrscht: “Gut.”

Ich wendete mich ab und schaute zu Rekdan und Hiyuu. Diese schauten mich ebenso erwartungsvoll an und fragten fast zeitgleich: “Und? In welches Dorf geht es und wann brechen wir auf?”
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