Kapitel 11: Neue Hinweise!

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Kapitel 11: Neue Hinweise!

Beitrag von Arashi Eispfote am Mo Okt 09, 2017 7:46 am

Kapitel 11: "Neue Hinweise"

von Arashi Eispfote

Ich war nun auf dieser seltsamen kleinen Insel in dem See. Das Rauschen des Waserfalls klang hier nur noch gedämpft und ich schaute die Pandaren vor mir an. Sie nahm das Tuch herunter und ich blickte in das Gesicht meiner älteren Schwester.

“Shiori… “, hauchte ich.

“Die Elemente mit dir, kleine Schwester.”, sie lächelte mir zu und mehr hatte es nicht gebraucht. Ich lief auf sie zu und umarmte sie. Sie hatte mir so gefehlt. So lange hatte ich nach ihr gesucht und nun war sie endlich hier.

Sie zog mich etwas weg von sich und schaute mich an: “Arashi wir haben nicht viel Zeit… Ich freue mich zwar auch dich zu sehen aber es gibt etwas, dass wir zwei jetzt und hier besprechen müssen.”

Ich schaute sie verwundert an. Nun hatten wir uns schier eine halbe Ewigkeit nicht mehr gesehen und es blieb keine Zeit um das Wiedersehen zu genießen. Ich schluckte schwer doch nickte ich schließlich. Unser Gespräch dauerte lange und als wir fertig waren graute bereits der Morgen und die Sonne tauchte den Horizont in ein sanftes Orange, das durch einige hauchzarte Streifen rosa und türkis verziert wurde. Ich lehnte mittlerweile am Stamm der großen Weide und mir fielen fast die Augen zu vor Müdigkeit. Doch das Gespräch mit meiner älteren Schwester hatte mir gewissermaßen die Augen geöffnet. Ich sah noch wie sie sich lautlos erhob und merkte, wie sie eine Decke mich ausbreitete.

Dann schlief ich ein…

Ich wachte plötzlich auf. Es war mitten am Tag! Oh nein! Meine Begleiter! Sie würden sich furchtbare Sorgen machen! Ich sprang auf und sah mich um. Hatte ich das letzte Nacht wirklich erlebt? Mein Blick fiel auf die Gedenksteine und glitt hinüber zur Weide, an deren Stamm ich mich ausgeruht hatte.

Ich hielt einen Moment inne und plötzlich schoss mir ein Satz ins Gedächtnis zurück.
“Arashi, meine Wege sind nicht unbedingt die deinen. Du entscheidest, in welche Richtung du gehen möchtest. Du und kein anderer.”

Ich wusste was sie mir damit sagen wollte. Sie wusste um die Spannungen, die ich mit meinem bisherigen Weg verband. Sie wusste, dass mich der ruhige Pfad der Tushui nicht reizte. Sie wusste, dass ich in meinem Wesen und meinem Handeln immer schon das Feuer der Huojin in mir loderte. Schließlich bedeutete mein Name auch "der Sturm" und nicht das "ruhige Lüftchen". Unwillkürlich musste ich schmunzeln. Sie wusste, was all meine Taten ausmachte. Sie wusste, dass ich das Feuer der Hoffnung in mir trug.

Die Frage, die sich mir aber stellte… Warum hatte ich das nicht vorher gesehen? Warum war ich so verblendet gewesen? Wieso hatte ich mich von meinen Idealen und meinen Grundsätzen so weit wegtreiben lassen?

Ich schüttelte den Kopf und machte mich erst einmal auf die Rückreise. Es würde noch genug Zeit geben, um darüber nachzudenken…

Am Abend desselben Tages…

Im Dorf der Ho-Zen waren meine Begleiter nicht mehr anzutreffen gewesen… Also blieb mir nichts anderes übrig, als ihren Spuren zu folgen und nach mir bekanntem Chi Ausschau zu halten. Ich ergatterte mir einen Reitkranich, um die Strecke zumindest etwas schneller bewältigen zu können und als ich endlich nach gefühlt hunderten an Nachfragen endlich auch Uhr Chi spüren konnte, ritt ich mit einem recht zügigen, wenn nicht schon rasantem Tempo in die Richtung, aus der ich es wahrnehmen konnte…

Morgenblüte. Natürlich.

Plötzlich setzte ein Platzregen ein. Typisch für diese Gegend und dennoch denkbar ungünstig. Ich spornte den Kranich etwas mehr an und schmiegte mich näher an ihn. Ich wollte einfach nur möglichst schnell zurück zu meinen Freunden und da! Endlich konnte ich die Mauern von Morgenblüte erkennen!

Ich ritt durch das Eingangstor direkt zu meinen Begleitern und sprang noch während der Kranich an der Gruppe vorbei rittt von ihm herunter und landete nicht unweit von ihnen. Die Haare zerzaust und die Kleidung vom Regen durchnässt. Ich ging auf meine Begleiter zu und wrang mir erst einmal die Haare aus. Das Wasser plätscherte hinab.

Meine Begleiter drehten sich zu mir um und der Großteil schien mehr als nur überrascht mich hier zu sehen. Ich ließ mir nichts anmerken und entschuldigte mich schlicht für mein verspätetes Erscheinen.
Ich strich mir eine der klatschnassen Strähnen aus dem Gesicht und wringt sich die Haare aus. "Was für ein Wetter.." schimpfend.

“Wenn die Grobe Arbeit fertig ist , dann kommt die Pandarin an , man.”, Makrall stand am Rande des Geschehens und lehnte an der Wand des Gasthauses. Er zog an seinem Kräuterstängel und schaute mich mit einem undefinierbaren Blick an.
Rekdan hingegen realisierte glaube ich nicht einmal, dass ich gerade angekommen war. er war vollkommen vertieft in ein Gespräch mit einer Pandaren, die, wie mir später berichtet wurde, eine Lehrensucherin war, die ebenfalls von dieser seltsamen Organisation heimgesucht wurde.

“Hatten sie viel Gepäck? Reittiere? Eine zweibeinige Maschine?” Rekdan schleuderte der Pandaren ein Frage nach der anderen an den Kopf. Ich versuchte gar nicht erst hinterherzukommen sondern widmete meine Aufmerksamkeit Tsuneyasu, der nun auf mich zukam: “Wir haben einige Neuigkeiten, Meisterin. Allerdings sollten wir dafür vielleicht hineingehen.”

Wir gingen hinein und setzten uns an den warmen Kamin. Hiyuu ging zur Theke und besorgte uns allen etwas zu trinken. Als endlich etwas Ruhe eingekehrt war und wir alle beisammen saßen, fragte ich direkt: “Würde mich dann eventuell jemand aufklären?”, ich hatte mir inzwischen ein Tuch besorgt und rieb damit mein Fell und meine Haare trocken.

“Ihr feid doch fhon alt genug, daf folltet ihr wiffen wie ef funktioniert”, meinte Jerodar grinsend und die Stimme, die ihn stets begleitete erwiderte: “Du Trottel, da hat sie nicht gemeint…”

Tsuneyasu richtete seinen Oberkörper auf und räusperte sich: “Wir haben mit den Ho'Zen gesprochen. Vielmehr unser Freund der Verlassene…”

Ich blicke zu Jerodar und hebe überrascht und auch etwas ungläubig eine Augenbraue.

“Wer....iff?”, fragte er etwas überrascht und zeigte mit einem Finger auf sich.

Tsuneyasu nickte und ich richtete meine Aufmerksamkeit gen Jerodar: “Ich verstehe. Und was hatten sie zu berichten?”, ich schaute ihn erwartungsvoll an und lehnte mich etwas nach vorn.

“Hm....keine Ahnung”,, er zuckte mit den Schultern. Ich wollte gerade zu einer etwas ausfallenden Entgegnung ansetzen, als sich dann doch die Stimme zu Wort meldete: “Man gut das du mich hast, sonst würdest du es wohl nicht schaffen dir die Schuhe zu zubinden, als um es kurz zu machen….”

“Nachdem wir die Proviantpakete ausgehändigt hatten war ihr Boss recht handzahm. Er erzählte uns, dass die Goblins vor kurzem auch dort waren. Sie haben ihm Schätze da gelassen und er hat sie zu einer Lehrensucherin in den Bergen entsendet.”

“Zu einer Lehrensucherin?”, ich schaute ihn verwirrt an, “Nannten sie einen Namen?”
“Der Dame draussen.”, warf Tsune ein und ich nickte kurz verstehend in seine Richtung.

Derweil fuhr die Stimme fort: “Weil sie ihm viele Fragen über Nebel und dergleichen gestellt haben war er wohl der Ansicht, dass sie helfen kann. Wir sind ihnen gefolgt, konnten jedoch nur noch eine verwüstete Höhle ausfindig machen…”
Ich runzelte die Stirn, nickte aber. "Was geschah dann?"

“Tsuneyasu war der Meinung, dass sie nicht gefunden hatten, wonach sie suchten. Die Spuren führten in Richtung des Schlangenherzens im Tal. Und nun sind wir hier gelandet.”, damit schloss er seinen Bericht.

“Was für Spuren?”

“Ein Zettel, den die Lehrensucherin hinterlassen hatte.”, merkte Tsuneyasu an. “Er führte uns hier her. Morgen schauen wir nach Spuren an der ehemaligen Schlangenstatue.”

“Ja, der Zettel war aber in Rätseln geschrieben, so dass wir lange gegrübelt haben ob wir hier richtig sind. Aber die Lehrensucherin hat uns bestätigt, dass alles seine Richtigkeit habe!”, warf Hiyuu eifrig ein.

Ich nickte: “Stimmt. Ihr erwähntet bereits vorhin etwas von Rätseln, wenn ich mich nicht ganz täusche. Was hat es damit auf sich?”

“Die Sucherin sprach von Drachen, Traum und solche Sachen. Rekdan meinte etwas vom Smaragdgrünen Traum heraus zuhören.”, Tsune nickte mir zu.

“Wenn ich Drachen höre, würde ich als erstes an Yu´lon denken…”, ich runzelte die Stirn.

“Auch ich dachte am Tempel der Jadeschlange.”, er nickte bestätigend. “Wir wollten morgen uns an der Statue umsehen. Vielleicht finden wir nähere Informationen.”

Die Diskussion ging noch eine ganze Weile weiter. Irgendwann hörte ich allerdings kaum mehr zu und zog mich unauffällig zurück, um mich schlafen zu legen. Doch an Schlaf war nicht zu denken. ich wälzte mich Stunde um Stunde hin und her, bis ich auf einmal feststellte, dass ich von draußen her Stimmen hörte. Ich zog mich rasch an und stieg die Treppen hinab...
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