Kapitel 16: "Abenteuer in Grünstein."

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Kapitel 16: "Abenteuer in Grünstein."

Beitrag von Arashi Eispfote am Di Nov 28, 2017 8:05 am


Die Reisegruppe war nun schon seit 2 Monaten in Grünstein und die Ereignisse hatten sich gerade in den letzten Wochen überschlagen. Gerade zu der Zeit, als die Ordensmeisterin selbst im Tiankloster war, um sich mit den dortigen Ordensmeistern zu beratschlagen… Die Tage und Wochen zogen also ins Land und die junge Ordensmeisterin kehrte zurück nach Grünstein.


“Grüße zusammen!”, ich lächelte in die Runde. Ich stand im Türrahmen der Taverne und besah meine Gefährten. Hiyuu war die erste, die sich zu mir umdrehte: “Hallo Meisterin Arashi, wir haben euch schon vermisst.”

“Arashi! Willkommen meine Freundin!”, grüßte mich Thuan und das Gefühl endlich wieder zu Hause zu sein überkam mich.

“Thuan mein Lieber! Habt Ihr ein Bräu für mich? Ich bin am verdursten!”

Er brach sogleich in ein herzhaftes Lachen aus: “Kommt sofort!”

Ich stellte mich an den Tresen und besah die Gruppierungen, die wild durcheinander redeten und scheinbar die momentane Ruhe genossen, die ihnen dieser Ort schenkte.

“Ehre Ordensmeisterin!”, wandte sich Evena, eine Verlassene, die seit einigen Wochen unter und wandelte an mich: “Ich hoffe Ihr habt nicht die Rüstung vergessen. Wie wir es besprochen hatten”.

“Die Rüstung.”, ich nickte ihr zu. “Wendet Euch dafür bitte an unseren Schmied. Sagt ihm, dass ich Euch schicke. Er wird sich darum kümmern.”, ich deutete eine leichte Verbeugung an.

Ich versuchte mir einen Überblick über die vielen Personen zu verschaffen, die sich in der kleinen Taverne aufhielten. ,Wenn das so weitergeht, werden wir wohl ausbauen müssen´, ging es mir schmunzelnd durch den Kopf.

Thuan zapfte derweil behände einen Krug aus dem Feuerroten Fass und stellt ihn lächelnd auf dem Tresen ab. “Zum Wohl, Meisterin!”, ich nahm den Krug dankend entgegen und prostete ihm zu.

Hiyuu kam langsam zu mir und schaute mich aufmerksam an: “Wenn ihr nachher einen Moment Zeit habt, würde ich euch gerne von unserem Ausflug berichten.”

“Hiyuu.”, ich lächelte ihr zu. “Aber natürlich. Was habt Ihr zu berichten?”, ich lehnte mich an den Tresen und nippte dann und wann an meinem Bräu. Wozu Zeit verschwenden, wenn man es sofort klären konnte.

“Ich habe leider keine guten Nachrichten, wir haben die Kinder leider nicht finden können. Und der Händler war... nunja nicht mehr am Leben. Aber..”, ich runzelte die Stirn und betrachtet Hiyuu nachdenklich. “...wir haben ein kleines Pandarenmädchen gefunden und mitgebracht. Sie war ebenfalls auf der Suche nach den Kindern.Und Kao An ist sehr stur gewesen….”

"Ein Pandarenmädchen? Wo ist sie?"

“Ja, ihr Name ist Senlin. Sie war bis eben noch hier ist aber plötzlich nach draußen gelaufen. Viel habe ich von ihr bisher aber leider nicht erfahren können. Sie ist ebenfalls sehr stur... ”

Ich wollte gerade einen Schluck nehmen, verschluckte mich allerdings auf Hiyuus Bemerkung hin und begann zu husten: “Bitte wiederholt das!”, immer noch hustend.

“Ihr Name ist Senlin. Warum? Kennt ihr sie?”, ich versuchte meinen Husten mit einem weiteren Schluck zu bekämpfen und sah mich in der immer noch vollen Taverne um. Das Stimmengewirr war lautstark und ich war zugegeben erleichtert, dass nur so wenige von unserem Gespräch Notiz nahmen.

“Nun,..in der Tat. Aber das ist interessant. Sehr sogar. Nun gut. Kinder.”, ich versuchte das Gespräch wieder auf das eigentlich Problem zu lenken. Um Senlin konnt eich mir später Gedanken machen. “Die verschwunden sind. Gibt es sonst Hinweise?”

“Wir haben eine Puppe gefunden und eine Art Tagebucheintrag, diesen hat Senlin aber behalten.”

Ich nickte langsam: "Ich verstehe."

“Wir haben aufgrund der Dämmerung den Ausflug abbrechen müssen, mir erschien es dort zu ungewiss um die Nacht dort zu verbringen und weiter zu suchen.”

“Meisterin Eispfote ich ähm…”, aus den Augenwinkeln sah ich Kao An, wie er über Käfer Gregor und die Katze hinweg tänzelte. “...hätte hier auch noch etwas von der jungen Senlin, das für Euch bestimmt ist.”

“Hrm?”, ich wende mich ihm zu und sehe wie er ein Papier hervor zieht und strecke die Pfote aus, um es entgegen zu nehmen.

“Das gab mir die Kleine für Euch. Und ich soll ausrichten, dass sie im Tiankloster ist. Jonathan hat sie dorthin geschickt um ihre Kampfkunst zu üben.”, ich nickte langsam und nahm das Schreiben entgegen, ohne es jedoch direkt anzusehen.

“Danke Kao An.”

Er wandte sich zum gehen und ich betrachtet das Schreiben.

“Nun... Ich werde…”, ich versuchte krampfhaft den Brief nicht sofort aufzureißen und sah von ihm weg. “...nochmal etwas…”, ich sah wieder in meine Pfoten und wendete das Schreiben hin und her. “....Hach! Entschuldigt mich kurz…”

Das hatte gerade keinen Sinn! Ich war viel zu neugierig, als das ich länger warten konnte. ich trat aus der Taverne heraus, die Blicke, die mir der eine oder andere zuwarfen, deutlich im Nacken spürend.

Vor der Taverne atmete ich noch einmal tief durch und entfaltete das Schreiben und begann zu lesen.

Die Elemente mit Euch, Mutter…

Ich überflog die Zeilen und strich mir beiläufig eine Strähne aus dem Gesicht. Die Zeichen waren auf pandarisch und etwas schwierig zu lesen. Sie schien nicht besonders geübt darin zu sein. Der Brief wirkte distanziert und verhalten, so als wüsste sie nicht, wie sie mir begegnen sollte. Was nun auch mehr als verständlich war.

Ich lies den Brief sinken, schloss die Augen und atmete einmal tief durch. Bloß nicht wieder sentimental werden! Als ich die Augen öffnete fiel mein Blick auf Dakarel am anderen Ende des Dorfes. Was hatte dieser Tauren jetzt schon wieder vor?

Ich dachte gar nicht mehr lange nach. Die Erfahrung hatte mich gelehrt bei diesem Exemplar lieber schnell einzugreifen. Das letzte Mal als dieser Sturkopf in Richtung Wald los zog hatte er fast einen Baum gefällt! Also rannte ich los. Und noch während ich lief, holte ich tief Luft und rief quer über den Platz!

“DAKAREL!”

Dieser knotete gerade ein Tau an den dünnen Bambusbaum: “Was ist?”

“Was treibt Ihr da schon wieder!?”

“Ich baue einen Tribock! Also wenn das klappt dann haben wir eine super Verteidigung!”, erwiderte dieser mit einem Ernst in seiner Stimmlage, die mich nur den Kopf schütteln lies. Aber er schien tatsächlich an dieses Projekt zu glauben und so bot ich ihm schlussendlich meine Hilfe an. Wohl mehr um sicher zu gehen, dass er nicht wieder etwas kaputt machte...

“Könnt Ihr das andere Ende des Taus oben dranbinden?”

Ich seufzte erneut und nickte schließlich: “Macht eine Räuberleiter, dann geht es einfacher.”, er nickte, stellte sich vor den Baum und überkreuzte seine Hände. “Und schön mit Schwung. Ihr müsst bei mir nicht zimperlich sein.”, ich nickte ihm zu und nahm das Tau zwischen die Fänge.

Dakarel schnaubte aus und warf mich mit sämtlicher Kraft die er irgendwie aufwenden konnte in die Lüfte. Ich verschränkte die Arme vor dem Gesicht, um mich vor den Ästen zu schützen. Als ich merkte, dass sich der Flug verlangsamte, griff ich nach dem Stamm und klammerte mich mit Pfoten und Füßen daran fest. Dann befestigte ich das Seil an der Baumspitze: "Ich hoffe ich bereue das nicht..."

“Nein nein , das wird gut!”

Ich seufzte als ich das hörte und sah hinunter. Ich rief ihm zu, dass er mich auffangen sollte, er schnaubte und ich ließ mich fallen. Zu meiner Überraschung fing er mich auf und setzte mich auf dem Boden ab.

Ich ging zu Hiyuu und Kao An, die gerade wohl auch zu Dakarel wollten, um nachzusehen, was er da wieder mal anstellte.

“Alles in Ordnung?”

Ich lachte und sah kurz zurück zu dem Tauren, der weiter werkelte.”Mal sehen…”

Ich glaube allerdings es gibt wichtigere Sachen, als Dakarel. Wir müssten einmal besprechen, wie wir nun mit den Kindern verfahren sollen.”, ich nickte den beiden zu. “Es wäre hilfreich, wenn wir heute Abend noch einmal alle zusammen bekommen könnten, die etwas damit zu tun hatten. Ich möchte nur vorher noch einige Pflichten, die ich versäumt hatte nach holen.”

“Ja, dass wäre gut, ich habe aber Ryla und Jonathan noch nicht gesehen…”, meinte die junge Novizin.

“Hrm… Ich verstehe. Aber noch einmal im Vertrauen…”, ich kam etwas näher und dämpfte etwas die Stimme. “Habt Ihr sonst noch etwas herausgefunden bezüglich der verschwunden Kinder?”

“Also uns hat sie vor einigen Tagen etwas über diese Kinder erzählt.”, Kao An nickte bestätigend.

“Ich bin ganz Ohr.”, ich hob eine Braue.

“Sie hat erzählt wie sie beobachtet hat, dass Kinder aus Morgenblüte in den Wald gingen, dort liefen sie scheinbar, so als ob sie gesteuert wären, von jemand Anderen kontrolliert, in ein Portal, das zum Kun Lai hinauf führte, wohl in die uralte Passage.”

Während seiner Ausführungen beobachtete ich, wie Dakarel mit einem schweren Stein auf den Schultern an uns vorbei stapfte und zielstrebig zu dem Baum marschierte. Er ließ den Stein zu Boden fallen . Dann zog er an dem Tau, sodass der Baum sich so arg bog, dass er kurz vorm brechen war und band das Tau dann an einer dicken Wurzel fest. ,Na ob das ein gutes Ende nimmt´schoss es mir durch den Kopf, ehe ich mich wieder Kao An zuwendete.

“Sie konnte aber niemanden ausmachen, der das Portal beschworen hätte. Ein schrecklicher Gedanke, wenn man bedenkt, wer alles dahinter stecken könnte…”

Ich nickte zustimmend: “Das klingt wirklich mehr als Besorgnis erregend. Auch wenn ich mich frage, was Dämonen mit kleinen Kindern anzustellen gedenken…”

“Sie für ihre Seelenmagie missbrauchen? Oder weiß sonst, was sie sich für eine Folter ausdenken.”

“Das wäre in der Tat ein mehr als nur erschreckender Gedanke. Aber dennoch. Was sollten sie…”, ich hielt kurz inne und beobachtete erneut aus den Augenwinkeln wie Dakarel den Stein jetzt mit einem weiterem Seil an das Tau band , sich seitlich dazu hin stellte und die Axt zog.

“...nein ich denke wir werden selbst Nachforschungen anstellen und einen Trupp zusammen stellen, der der Sache direkt auf den Grund geht.”, ich wandte mich zu Dakarel.

"Das war auch unser Plan, also während Eurer Abwesenheit. Jonathan hat schon damit begonnen ein paar Leute zu befragen, ob sie sich dazu bereit erklären.”

“Erfreulich zu hören, dass der Orden auch ohne Führerin funktioniert.”, sagte ich mehr abwesend und verfolgte Dakarel weiter, ich wollte gerade zu einem Ausruf ansetzen als er schon seine Axt hob, das Seil zertrennte und der Stein sich mit Schwung in die Lüfte erhob. Leider nicht in den Wald sondern direkt in das Dorf! Ich verfolgte den Flug und knurrte tief.

“VERDAMMT NOCHMAL! DAKAREL!”, ich ging auf ihn zu, knurrte weiterhin und zog ihn an seinem Nasenring zu mir herunter. “Was bei den vier Elementargeistern stimmt bitte mit Euch nicht!”

“AUA HE! Aber der Baum ist doch noch heile! Der hat kein Kratzer!”, ich knurrte nochmals und ließ den Ring los. Stett dessen zog ich ihm eines über. “Ihr geht sofort ins Dorf und seht nach, was ihr angerichtet habt!”

“Aua! Was soll das denn jetzt? Ist doch nix passiert ... Nur etwas noch mit der Richtung…”, ich ließ ihn gar nicht mehr zu Wort kommen.

“Bewegung!”, er stapfte murrend an mir vorbei und ich ging ihm ein Stück hinterher und seufzte.

“Komisches Grüppchen.” murmelte Mahara, die Tauren, als ich gerade an ihr vorbeikam. Ich blieb stehen und seufzte nochmals: “Das könnt Ihr laut sagen.”,knurrte ich.

“Ihr scheint euch viel Arbeit mit ihnen zu machen was?"

“Es ist, als wäre man Mutter vieler vieler Kinder.”, meinte ich halb im Scherz.

“Ach redet nicht. Für eine Mutter seht ihr viel zu jung und lebendig aus…”, ich wollte gerade zu einer Erwiderung ansetzen, als mich Soldjag ansprach: “Ach Arashi, das hätte ich fast vergessen…”

“Was kann ich für Euch tun?”

“Ich hätte da eine Frage ..nämlich ob ich die Schreinerei als Arbeitsplatz, ich sage mal, beanspruchen dürfte?”

“Die Schreinerei?”, mein Blick fiel auf das Gebäude und ich nickte langsam und bedächtig, “Ich wüsste nicht, was dagegen sprechen würde... Ihr könnt Schreinern? Das hab ich gar nicht gewusst!”

“Nein Schreinern nicht aber ich arbeite viel mit Holz also ..indirekt…”

Ich lächelte ihm zu: “Ich habe nichts dagegen. Richtet euch dort gerne ein! Ich bin gespannt auf Eure Werke!”

“Eure Zusammenstellung ist komisch. Ihr habt euer naturliebendes harmonisches Volk, dann diese Trolle die euch sogar angriffen und diese widerwärtigen Naturverweigerer…”, ich hob eine Braue. “Die Zusammenstellung mag seltsam erscheinen auf dem ersten Blick. Doch bieten wir in erster Linie jedem einen Platz in unserer Gemeinschaft, der sich anderswo deplatziert fühlt. Und jeder bringt sich auf seine Art und Weise ein, wie er es am besten kann.”, ich nickte Mahara freundlich zu und begab mich dann zu den anderen. Dakarel war derweil beschäftigt den Felsen, den er nur wenige Meter neben Hyo-Jin zum Absturz gebracht hatte, wegzuschieben. Kopfschüttelnd betrachtete ich das Loch, welches er in den schönen Steinboden gebrannt hatte.

“Gut und womit sollen wir dann das Loch wieder füllen?”, Hyo-Jin zeigte auf den Krater den der Stein hinterlassen hatte.

“Das wird Dakarel wohl ausbessern müssen? Ist ja nicht allzu groß”, meinte Kao gen Hyo-Jin.

Ich stellte mich zu den anderen und meinte dann etwas bestimmender: “Das Loch dort wird ausgebessert.”, und richtete meinen Blick dabei auf Dakarel.

“Wir können ja etwas drüber legen?”

“Nein. Ihr tragt die Verantwortung dafür und das geschieht innerhalb der nächsten drei Tage!”

“Och komm schon…”, Dakarel entfuht ein langer, tiefer Seufzer.

“Tragt Verantwortung für Euer Handeln.”, mit diesen Worten wendete ich mich ab und stapfte gen Taverne, in der sich Hyo-Jin und Lufang bereits zurückgezogen hatten. Der Schock stand ihnen immer noch ins Gesicht geschrieben.

“ Thuan?”

“Meisterin! Was kann ich euch Gutes tun?”

“Ein Bräu bitte”, erwiderte ich, während ich mir die Schläfen rieb.

Er lachte daraufhin lediglich herzhaft und sagte in seiner freundlichen Art und Weise: “Kommt sofort!”

Thuan schob mir einen Krug zu und ich leerte ihn und gleich darauf noch einen zweiten. Heute war ein wirklich seltsamer Tag. Ach und beinahe hätte ich vergessen…

“Kao An? Würdet Ihr bitte Bescheid geben, dass sich alle Bewohner in 10 Minuten in der Versammlungshalle treffen sollen? Wir haben etwas zu besprechen.”

“Natürlich, Meisterin.”, er erhob sich und räusperte sich. “Also gut an alle: In 10 Minuten Versammlung in der Dorfhalle.”

Gesagt getan. Das Dorf hatte sich in der Versammlungshalle eingefunden. Ich saß mit geschlossenen augen da und wartete geduldig, bis sich auch der letzte einen Platz gesucht hatte. Dann öffnete ich die Augen, nickte in die Runde und erhob mich langsam.

“Ich möchte mich zuerst für euer aller Erscheinen bedanken. Mir wurden die Ereignisse der letzten Tage zugetragen. Die verschwundenen Kinder und auch die Hinweise mit dem Portal, das scheinbar zum Kun Lai geführt hat. Besser gesagt zu Uralten Passage.”, ich hielt kurz inne. “Es wurden mehrere Vermutungen bereits in den Raum geworfen. Von Dämonen über einfache Unruhestifter und Erpresser. Wir können zum aktuellen Zeitpunkt weder das eine noch das andere ausschließen oder gar bestätigen. Wir wissen nur, dass diese Kinder verschwunden sind und wir alles daran setzen müssen, um sie wieder zu finden.”, ich wartete die Reaktionen der Anwesenden ab. Die meisten nickten oder schauten sich gegenseitig besorgt an. Zurecht, meiner Meinung nach.

“Um das zu erreichen müssen wir gezielte Nachforschungen anstellen. Das bedeutet unserer Resie wird damit beginnen zur Uralten Passage zu wandern. All diejenigen unter Euch, die sich dem Trupp anschließen möchten…”, ich machte eine weitere Pause. “... sollten sich der Gefahr bewusst sein. Wir wissen nicht, was uns erwartet und sollten vorbereitet sein. Vorräte müssen mitgenommen werden, Waffen bereit sein und jeder, der sich diesem Trupp anschließt muss dafür bereit sein seinen Beitrag zu leisten. Diejenigen unter Euch die sich dieser Mission anschließen wollen, mögen mir ein Handzeichen geben.”

Ich hatte damit gerechnet, dass einige sich melden würden. Aber tatsächlich hoben alle, ihre Hände. Was mich einerseits zwar freute, andererseits auch beunruhigte. Viele waren noch unerfahren in Kampfsituationen oder schlichtweg auf andere Spezialisierungen ausgelegt. Nichts desto trotz stimmte ich zu jeden mitzunehmen.

“Gut. Ihr habt 3 Tage Zeit um Euch vorzubereiten. Ihr alle.”

Korumaru erhob langsam eine Pfote.

“Ja, Korumaru?”

“Sollen wir uns nach eigenem Ermessen vorbereiten? Oder habt Ihr schon Aufgaben vorgesehen?

“Ein guter Punkt.”

Wir teilten uns für die notwendigen Trupps ein, die in den nächsten drei Tagen allerhand zu tun haben würden. Thuan, Hio-Jin und Lufang waren für die Versorgung zuständig. Kao An besorgte uns einen Karren aus dem benachbarten Morgenblüte.

Galdrok, unser Ordenseigener Schmied würde sich um die Rüstungen und die Waffen kümmern. Hiyuu und Soldjag würden so gut sie konnten zur Seite stehen.

“Und der Rest... würde ich bitten im Tiankloster nach Karten und Inschriften zu den Höhlen zu suchen und Nachforschungen anzustellen und diese mit uns zu teilen.”, das betraf Korumaru, Ryla, Nicolas, Dakarel und Ceil. Wobei ich mir für Ceil noch eine andere Aufgabe zurecht legen musste...

“Haben wir freien Zugriff zu allen Inschriften?”

“Der Zugriff wird Euch über ein Schreiben gewährt, welches ich Euch aushändigen werde.”, ich sah aus den Augenwinkeln wie Ceil ihre Hand hob.

Dakarel rieb sich nachdenklich das Kinn: “Was sind Schriften ?

“Einen kleinen Moment Ceil…”, ich seufzte. “Korumaru?Nehmt Dakarel bitte nur als Hilfe zum Tragen der Bücher mit.”

Der Pandaren grinste und nickte mir zu.

“So Ceil! Was habt Ihr auf dem Herzen?”

Ihr hattet ein Portal erwähnt... Hatte das schon jemand untersucht? Beziehungsweise die Stelle, an der es war…”

Kao An schütelte den Kopf: “Nein sie wurde nicht untersucht.”

“Würdet Ihr Euch dessen annehmen?”

“So mir jemand den Weg zeigt, gern.”

“Gut ich werde Jonathan damit beauftragen, sobald er wieder greifbar ist! Dann werde ich ihn zu Euch schicken und Ihr begebt Euch gemeinsam dorthin.”, sie nickte in meine Richtung.

“Sehr schön. So hat jeder seine Aufgabe! Dann entlasse ich euch für diesen Abend…”, mit diesen Worten ging ich hinaus, nickte allen nochmal zu und begab mich in meine Behausung. Ich musste noch das Schreiben für Korumaru erstellen und wenn es sich ergab würde ich auch noch einmal mit Thuan reden. Es gab da noch etwas, was mir persönlich sehr wichtig war...

Etwas später...

“Thuan mein Freund. Habt Ihr einen Moment? Oder störe ich gerade?”

“Aber Natürlich meine Freundin!”

Es geht um eine Sache, die ich Euch schon längere Zeit mitteilen wollte.”

“Nur heraus damit!”

Ich nickte und sammelte mich kurz die richtigen Worte zu finden: “Ich habe die Sache mit den anderen Meistern zusammen diskutiert und es geht darum eine genaue Einteilung der Ordensstruktur zu schafffen. Wir werden den Orden in verschiedene Bereiche aufteilen um uns gegenseitig zu unterstützen und ich hätte Euch gerne in einer dieser in der Führungsspitze.”

Thuan hob überrascht die Augenbrauen.

“Als eine Art Handelsmeister, wenn man so möchte.”, fügte ich ergänzend hinzu. “Ihr hättet fähige Leute die direkt unter Euch stehen. Unter anderem…”, ich nickte gen Hyo -Jin und Lufang. “...diese beiden dort.”, er grinste die beiden breit an und nickte dann bedächtig: “Das könnte durchaus Interessant werden!”

“Ich vertraue Euch blind und weiß, dass Ihr nach bestem Gewissen handeln werdet.”, ich nickte ihm zu. “Aber lasst Euch nicht beirren. Denkt darüber in Ruhe nach und teilt mir Eure Entscheidung mit, wenn Ihr soweit seid.”, ich lächelte ihm zu. Er nickte.

Im Nachhinein betrachtet und alle Entscheidungen nochmal reflektierend war ich sehr zufrieden mit dem Tag. Ich wusste nun, dass der Orden auch ohne mich sehr gut funktionierte. Ich wusste, dass ich fähige Leute unter ihm hatte und ich wusste, dass ich mich auf jeden Einzelnen verlassen konnte.


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