Yashuang Honigtatze - Schicksalhafte Ereignisse

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Yashuang Honigtatze - Schicksalhafte Ereignisse

Beitrag von Shu am So Jan 07, 2018 10:20 pm

Tian-Kloster, Jadewald, Pandaria, Azeroth
Vor einigen Monaten

Yashuang murmelte die Worte. Keine zwei Sekunden dauerte es bis ein Feuerball sich schwebend über ihrer linken Pfote materialisierte. Die rechte Pfote ging zu ihrem Gürtel, wo ein magischer Kristall weitere Magie in ihren Zauber pumpte. Sie schleuderte ihn auf das Trainingsziel, wo er einschlug und diese in Flammen hüllte. Der Schutzzauber bewahrte die Figur, vor Schäden. Ein andere Pandare, genau wie sie in der Ausbildung zu einer Zauberin, machte es ihr nach und jagte noch einen Feuerball hinter her. Yashuang grinste und strich sich durch das braun weiße Fell in ihrem Gesicht.
„Nicht schlecht Lian.  Nun bin ich wieder dran.“ Erneut materialisierte sie einen Feuerball, bemerkte jedoch nicht wie ein anderer Schüler der gerade an ihr vorbeilief, ins Stolpern geriet und auf sie zu taumelte. Er traf sie, Yashuang erschrak. Die rechte Pfote länger als gewollt am Kristall, wuchs der Zauber an und gewann an Kraft. Die Stimme des Meisters der sie aufforderte den Zauber zu stoppen, hörte sie nicht. Sie war viel zu sehr auf den Zauber konzentriert, dessen Kontrolle ihr bereits entglitten war. Der Feuerball löste sich aus ihrer Pfote und flog gen Himmel, der kurze Moment der Erleichterung zerstreute sich, als der Zauber irgendwie seine Richtung änderte und krachend einige Meter hinter den Attrappen einschlug.
Den lauten Schrei des Novizen, den der Feuerball getroffen hatte, konnte sie nicht hören, doch sie sah wie er in Flammen stehend zu Boden ging. Andere Novizen hielten sich vor Schreck die Pfoten vor ihre Münder und der Meister rannte zum getroffenen. Und versuchte ihn mit Windmagie zu löschen.


Tian-Kloster, Jadewald, Pandaria, Azeroth
Elf Tage später

Das war vor elf Tagen. Yashuang lehnte an der Brüstung des Tempels im zweiten Stock und starrte nach unten. Sie konnte sich nicht mehr daran erinnern, was danach geschehen war. Doch der Novize war vier Tage nach dem Ereignis gestorben. Die Mitschüler redeten hinter ihrem Rücken und doch keiner mit ihr. Sie spürte die tiefen Zweifel in sich aufsteigen. Und obwohl der Meister in einer großen Rede sagte, dass es ein Unfall gewesen war, war sie allein. Für die anderen Novizen hatte sie Schuld an der Tragödie und warum auch nicht? Sie gab sich ja auch die Schuld daran. Und nun waren auch ihre Kräfte weg. Mehr als schwarzer Rauch kam nicht dabei heraus, wenn sie es versuchte. Der Meister hatte sie inzwischen wieder zum Training geholt und legte ihr eine Pfote auf die Schulter. Doch trotz seines Vertrauens… schwarzer Rauch.

Und nun redeten die Meister über sie. Sie sollte hier draußen warten.
Es vergingen Stunden und sie wußte, dass man sie rauswerfen würde. Sie hatte bereits gepackt und ihre Ziege Makaroni vorbereitet. Makaroni hatte sie damals hier ins Kloster begleitet und beide waren seitdem nie einen Tag getrennt. An guten und an schlechten Tagen, hatte sie das Gefühl mit ihm reden und ihr Herz bei ihm auszuschütten zu können.


Binan, Kun-Lai Gipfel, Pandaria, Azeroth
9 Monate und 3 Tage nach dem tragischen Ereignis

Yashuang knurrte der Magen. Sie rollte das Faß mit Bier vor sich her Richtung Gasthaus. Damals hatte man sie nicht rausgeschmissen, aber man hatte beschlossen ihr Training zu pausieren.  Sie sollte als Kurierin zwischen den Tempeln unterwegs sein und so auf andere Gedanken kommen.
Andere Gedanken. Sie lachte. Sie konnte das geschehene nicht vergessen. Zweifel wuchsen in ihr. Die Angst vor dem Sha übermannt zu werden, wie es in den Lehren erzählt wurde, beschäftigte sie ständig.

Dazu kam das zweite Problem. Sie hatte kaum Geld und mußte sparen. Irgendwie mußte sie sich mit kleinen Gefälligkeiten in den Orten etwas verdienen, damit sie Geld für Essen hatte. Sie hatte gelernt zu kochen und aus dem wenigen der Natur, leckere Speisen zuzubereiten. Doch es gab Tage, da war die Beute mager und so mußte sie für ein Teller Suppe, Schwerstarbeit leisten. Heute war so ein Tag und sie verfluchte ihn. Das Faß war schwer und die Flüssigkeit darin, leistete Widerstand.
Als sie die Treppe des Gasthauses erreichte, stand eine Gruppe Pandaren und einiger anderer Bewohner Azeroths davor. Sie sprachen miteinander und Yashuang verstand nicht jedes Wort welches sie in Orcisch sprachen. Sie lauschte so gut sie konnte, auch als sie das Faß die Treppe hochwuchtete.
Ihre Neugier war geweckt und was sie an diesem Tag nicht ahnte, war das sich ihre Schicksale bald verbinden würde.



Feuer in meinem Herzen brennt,
Es Zweifel in meinen Adern kennt.
Ich spüre Angst und kenn die Lehren,
die Furcht vorm Sha ich könnte sterben.

Dunkelheit vor allem Nachts,
hält mich meistens ewig Wach.
Es nagt an mir in meinem Herzen,
spüre endlos lange Schmerzen.

Schwer es ist, anders zu denken,
Gedanken in neue Bahnen zu lenken.
Über dass Meer so denke ich,
ein neuer Pfad erwartet mich.
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