Dubius LaVey

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Dubius LaVey

Beitrag von Dubius am Fr Sep 29, 2017 8:20 pm




Chp. 1
Arkanorum Elementaris


“Das Wesen der Magie ist es
benutzt werden zu wollen.“


Als leibliches Kind stolzer Blutelfen und einzigem Sohn zweier Lehrer, geht man nicht gerade von einer unbekümmerten Zukunft aus. Leistungsdruck und das Perfektionieren immer wieder neuer Ideale, denen man nachstreben konnte, prägten meinen Alltag.
Ich wollte es stets beiden Recht machen, aber so verschieden wie Feuer und Eis, waren ihre Vorstellungen meiner Zukunft.
Ich war verzweifelt, der Druck, Erfolge im Studium der arkanen Künste zu erzielen, wuchs stetig. Während einige um mich herum Herzblut entwickelten und sich leidenschaftlich auf eine Magieschule spezialisierten, erkannten Andere das ihr Lebensweg nicht im studieren alter Worte lag. Ich schien noch nicht bereit für eine solche Entscheidung.

Vater fürchtete wohl die Schmähung durch seine Kollegen, sollte ich nicht wenigstens einen einzigen Zauber nahezu perfekt beherrschen. Und so ließ er mich in jeder freien Sekunde etwas oder jemanden polymorphen.
Hasen in Schafe, Schafe in Schweine, unser Butler Gnorks, oder Gnork vom Ork wenn ich ihn ärgern wollte, fand sich für kurze Zeit sogar als Schildkröte wieder. Das wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn man die Feinheiten eines polymorphen Zaubers nicht kennt.
Nun, am leichtesten ist Ork zu Frosch.
“Das schafft selbst ein Schamane.” Sagte Vater ständig,
Einen Tauren in den grazilen Körper einer Katze zu zwingen, das war die wirklich hohe Kunst. Aber auch der polymorph Troll Schildkröte brauchte etwas Geschick.
Zum ersten Mal in meinem Leben entwickelte ich einen Willen, der von mir selbst zu stammen schien.
Wahrscheinlich ist es nur natürlich, dass Väter ihre Kinder überschätzen.
Sie sind überzeugt und entschlossen das Bestmöglichste aus ihnen herauszuholen.
Bei uns war das nicht viel anders, jedoch wusste mein Vater schon immer ganz genau wo meine Grenzen lagen. Schließlich erwartete er, dass diese täglich überschritten werden.

Das Arkanorum Elementaris, ein von meinem Vater wohl behüteter Familienschatz, war ein altes großes Buch welches, seit ich mich erinnern kann, auf einem reich verzierten Tisch, schon fast einem Altar, aufbewahrt wurde. Ich erinnere mich an verschnörkelte Augen welche leicht schimmernd über dem Altar zu schweben schienen.
Es war immer etwas besonderes wenn Vater den Keller aufschloss und wir hinunter gingen weil er wieder irgend etwas nachlesen wollte.
Aber die Chancen standen schlecht, dass er gut gelaunt hoch kam. Manchmal höre ich ihn noch in meinen Träumen fluchen. “Es fehlen immer die wichtigen Seiten, ShinduSin!”



Chp. 2
Blut und Stolz

“Du wirst nie besitzen
was dich beherrscht.”


Irgend etwas war passiert. Mitten in der Nacht rüttelte mich meine Mutter wach.
Es war kein sanftes Rütteln, Mutter war in Panik! Sie zog an meinem Arm und wir beeilten uns das Haus schnell zu verlassen, als Vater sich wutentbrannt im Flur aufbäumte und uns den Weg versperrte.
In seiner Hand formte sich langsam ein Feuer.
Mutter hielt ihre Arme fest umschlungen vor meiner Brust und ich konnte Vater direkt in die Augen sehen. Er jedoch, blickte mich nicht einen Moment lang an.
“Fayaria, wir müssen das beenden! Wenn Dir an uns noch etwas liegt, lass ihn frei.”
Alles um mich herum begann sich zu drehen und mir wurde schwindelig.

Ich erinnere mich an unsere Urlaube, damals in den Ferien. Es war schon etwas besonderes wenn ich meinen Freunden von Orten wie Orgrimmar oder Shattrath erzählen konnte.
Einige von ihnen sind bis heute nicht aus Silbermond heraus gekommen.
Mutter hatte ein Talent für Portalmagie und bekam “Runen der Portale” in Form von Unterrichtsmaterial. Die Händlerpreise von magischen Reagenzien waren schon damals Wucher.

Langsam begann sich die Welt um mich herum wieder zu normalisieren, aber hätte Mutter mich nicht weiter festgehalten, wäre ich zusammengesackt.
Allmählich wurde der Kopf wieder klar, Unten und Oben waren nicht bloß länger Worte.
Ein beißender Geruch, beim einatmen beinahe schmerzhaft, war das erste was ich wahrnahm. Jedes Geräusch wurde von einem dumpfen Echo begleitet und der Boden war feucht und glitschig.
“Willkommen in Unterstadt!” Versuchte ein sichtlich lädierter Untoter mit Spitzhut zu artikulieren. Sein Unterkiefer schlackerte locker umher, doch war der Sarkasmus im Tonfall deutlich zu hören.

Rückblickend war das wohl der Tag an dem ich das Vertrauen in meine Eltern verlor. Die darauffolgende Zeit ist Mutter mir ausgewichen, ich bekam keine Antworten.







Chp. 3
Durch die Nacht

“Ob ganz unten oder oben,
in den kärgsten der Regionen,
ob in Eis oder in Feuer,
überall sind Ungeheuer.”


Ich war einsam.


Mutter behandelte mich irgendwie herablassend, sie ließ keinen Zweifel aufkommen dass ich ihr zu folgen hatte. In ihren Augen war ich immer noch das kleine manipulierbare Kind dem man den Kontakt in die Heimat, Silbermond, einfach verbieten konnte.
Ich hörte grausame Geschichten von Seuchen und Verwüstung. Mutter schien grundlos Lügen zu verbreiten und bald schon wusste ich nicht mehr wem oder was ich glauben konnte.

Wann immer ich bisher ernsthaft versucht habe Antworten zu finden, passierte das Gleiche. Mir wurde eine Arbeit zugewiesen. Dieses Mal sollte ich mein “Geschick” im Schneiderhandwerk zeigen. Nadel, Faden, Blut und Schmerz. Sobald die Gedanken nur ein wenig auf Reisen...

[... an Dieser Stelle sind, auffällig viele, Sätze unkenntlich gemacht…]
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