Kaiptel 3: "Pandaria"

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Kaiptel 3: "Pandaria"

Beitrag von Arashi Eispfote am Sa Okt 07, 2017 2:04 pm

Kapitel 3: „Pandaria“

von Yuan Tintenfell (Kayu)

Ich schlief traumlos wie ein Stein, bis mich dieser Shenbao und Arashi etwas zu unsanft weckten. Schnaubend rappelte ich mich auf und im Halbschlaf teilte man mir mit, dass wir aufbrechen würden. Ich warf meine Robe über und legte mir meinen Reisesack um die Schultern.

Wir verließen Donnerfels und reisten zunächst durch die sanft geschwungenen Ebenen Mulgores, die ich in sehr guter Erinnerung behalten würde.

Wir verließen das Land der Tauren wieder in Richtung des Brachlandes, aus dem wir zwei Tage zuvor vor den Dämonen geflohen waren. Nach einer langen Wanderung durch diese öde und trockene Steppe konnte man aus der Ferne das Krächzen von Möwen und das Schlagen des Meeres gegen die Felsen der Küste hören.

Unweit des Hafenstädtchens Ratschet bewegten wir uns auf die Uferklippen zu, als ein Blick in den Himmel unser Unbehagen weckte. Die erfahrenen Führer unserer Gruppe trieben uns zur Eile an, denn es war klar, was diese Vorzeichen ankündigten. Die Dämonen würden jeden Augenblick wieder über dieses Land herfallen und es dauerte nicht lange und aus der kleinen Hafenstadt zu unserer Linken waren Explosionen, das Klirren von Stahl und das bedrückende Summen teufelsmagischer Energien zu hören.

Geduckt und möglichst unauffällig schlichen wir der Küste entgegen. Auf der Kuppe eines felsigen Hügels, deutete unser Führer Gaosheng auf die Silhouette eines großen Schiffes, das auf See lag, jenem Schiff, das uns nach Pandaria bringen sollte.

Wir rutschten den Hügel hinab und gelangten nun endlich an die niedrigen Uferklippen, während die Leute Ratschets in der Nähe hörbar um ihr Leben kämpften während sich die Schreie der Bewohner, das Lärmen der Waffen und das Grollen der Dämonen zu einem schrecklichen Getöse vermischten.

Mit einem Mal hörten wir direkt hinter uns einen gewaltigen Einschlag, grüne Lichter erhellten für einen Augenblick blitzartig unsere unmittelbare Umgebung und eine gewaltige Teufelskreatur türmte sich hinter unserer Gruppe auf. Gaosheng ergriff instinktiv die Schultern Arashis und warf sie unvermittelt in die Fluten, panisch folgten wir ihr und schwammen ohne Überlegungen auf See hinaus.

Mein Herz raste und das hektische Gurgeln und Blubbern des Wassers unter meinen wild rudernden Armen war das einzige, was ich wahrnahm, selbst das Brennen meiner vom Salzwasser gespülten Augen war nur eine unbedeutende Beiläufigkeit. Nach einigen Dutzend Metern bemerkten wir, dass uns die Kreatur nicht gefolgt war. Als wir uns beruhigten machte sich mein Alter angesichts der großen Anstrengungen bemerkbar und auch das Brennen in meinen Augen bereitete mir nun Schmerzen.
Wir näherten uns nun durchnässt und erschöpft dem Schiff, kletterten an Bord und stellten mit Entsetzen fest, dass die Besatzung den Dämonen zum Opfer gefallen war. Das Schiff selbst war jedoch nur leicht beschädigt. Wir ließen die Leichen, so respektvoll es möglich war, in zwei Beibooten auf See zurück und machten uns daran die Segel zu setzen, wobei ich eher wohl ein Hindernis gewesen war als eine Hilfe.

Als wir uns mit langsamer Fahrt dem Horizont näherten und das Land Kalimdor mehr und mehr in der Ferne zurückblieb, fühlte ich mich in der Einsamkeit des Meeres so sicher, wie schon seit Tagen nicht mehr.

Beim Gedanken an unser Ziel, meine Heimat Pandaria, die ich schon seit fast einem Jahr nicht mehr gesehen habe, überkam mich Freude und Unbehagen. Ob und wenn ja, in welchem Ausmaß würde mein Land vielleicht auch schon von diesem Schrecken betroffen sein?
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