Kapitel 7: Der Traum

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Kapitel 7: Der Traum

Beitrag von Arashi Eispfote am Sa Okt 07, 2017 2:13 pm

Kapitel 7: "Der Traum"

von Arashi Eispfote

Ich ging wieder zurück zum Kloster und traf mich mit den anderen. Ich verlor kein Wörtchen über mein Treffen mit meiner Schwester, überreichte Minzhe und Meister Windpfote fast wortlos die Briefe und begab mich recht schnell zur Ruhe.

Zu viele Gedanken machten sich in meinem Kopf breit. Gleichermaßen machte sich in mir ein bedrückendes Gefühl breit, dass irgendetwas nicht stimmte – oder zumindest, dass uns etwas Schlimmes bevorstehen würde.

Ich seufzte schwer und legte mein Schwert und meine Sachen ordnungsgemäß auf einen geordneten Haufen und legte mich in mein spärliches Lager. Ich verfiel recht schnell in einen unruhigen Schlaf, wälzte mich hin und her.


>>> Ein eiskalter Wind peitschte mir ins Gesicht, Überall waren Schneewehen und ich konnte kaum zwei Meter weit sehen. Ich hielt mir die Pfoten vors Gesicht und versuchte irgendetwas zu erkennen.

Aber nichts. Bibbernd und zitternd schlang ich die Arme um meinen Körper. Mir machten eisige Temperaturen sonst kaum etwas aus doch irgendwas hier war anders. Und je weiter ich ins Zentrum der Gipfel vordrang, desto schlimmer wurde es…

Ich blieb stehen, schloss die Augen und versuchte etwas zu erspüren, Chi, Energie irgendwas… Doch kam nichts zu mir durch. Ich war beunruhigt… Irgendetwas stimmte doch nicht. Ich ging weiter den Berg hinauf, kämpfte gegen den Wind und die Kälte an, bis ich endlich oben auf einer der Spitzen ankam.

Ich sah mich um. Mit einem Mal legte sich der Sturm. Ich blinzelte und erblickte den Gipfel der Ruhe… Doch es war zu still… Wo waren die Novizen? Wo die Meister? Hier war einfach nichts... Absolut nichts…

Ich wollte dem auf den Grund gehen und rutschte langsam den Hügel hinunter und versuchte dabei so leise wie irgend möglich zu sein. Plötzlich ertönte ein dumpfes Krachen und ich ging in Deckung. Ich wartete kurz und lugte dann aus meinem Versteck hervor…

Mit einem Mal verspürte ich einen stechenden Schmerz in meinem Kopf, der mich in die Knie zwang. Ich schrie auf und wand mich bis mir schließlich alles vor den Augen verschwamm… Mein letzter Gedanke war:

“Arashi hilf mir!” <<<



Ich schlug die Augen auf und lag schweißgebadet in meinem Bett. Mein Herz schlug so laut, dass ich glaubte die anderen könnten es hören...

Ich setzte mich auf und strich mir die Strähnen aus dem Gesicht.

Ein Traum…? Ich schüttelte verwirrt den Kopf, leise stand ich auf und warf mir ein Hemd und eine Hose über. Ich ging gedankenverloren zum See und setzte mich.

Mein Herz raste noch immer. Einen so realistischen Traum hatte ich nie gehabt. Es war fast so, als… Es hat sich… Ich schüttelte wieder den Kopf. Ich konnte keinen klaren Gedanken fassen…

Aber irgendwas stimmte nicht… Und ein leises Stimmchen in meinem Kopf sagte mir, dass ich schnellstmöglich zum Kun Lai sollte, was wir schließlich auch taten. Allerdings sollte dies sich als eine Prüfung für mich herausstellen, der ich bei weitem noch nicht gewachsen war…
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