Kapitel 12: Der Morgen danach

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Kapitel 12: Der Morgen danach

Beitrag von Arashi Eispfote am Sa Okt 07, 2017 2:31 pm

Kapitel 12: „Der Morgen danach…“ (Zin)

von Zin

Dunkelheit, Leere, Kälte... es gibt viele Begriffe dafür, aber sie alle haben eine Bedeutung- Einsamkeit. Grauer, undurchdringlicher Nebel rund um ihn und das Gefühl als würde er durch Moor waten. Immer wieder glaubt er Gestalten im Nebel zu sehen, kann sie aber nicht genau erkennen. Und dann diese Stimmen... Stimmen in alter, trollischer Sprache. Sie kommen von allen Seiten, flüsternde Worte die er nicht versteht.

Verzweiflung und Angst nagen an ihm. Ist dies das Ende seiner Strafe? Auf ewig in dieser Leere gefangen zu sein? Plözlich spürt er, wie er immer langsamer voran kommt. Egal wohin er sich dreht, das Moor steigt! Schon spürt er es am Hals und eine Träne löst sich aus seinem rechten Auge. Unfähig etwas zu sagen nimmt er sein Schicksal hin und taucht hinab ins kalte Nichts...

Schlagartig öffnet der Troll die Augen und starrt gegen eine hölzerne Decke. Die Umgebung ist nicht nass, sondern trocken und er liegt auf weichem Untergrund. Sofort richtet er sich auf und spürt ein dumpfes Ziehen an vielen Stellen seines Oberkörpers.

Schnaufend und unter großer Anstrengung erhebt er sich und muss sich erstmal an der Säule neben dem Bett abstützen. Er hat in einem viel zu kleinen Bett geschlafen und seine Weste liegt irgendwo am Boden herum. Erstmal blickt der Troll an sich herab. Sein Oberkörper ist gezeichnet von mehreren Narben unterschiedlicher Größe und Form.

Ein paar frische Narben zeigen, dass er wohl einiges einstecken musste... aber warum? Sein Kopf fühlt sich so schwer an und seine Gedanken sind hinter einer dicken, grauen Nebelwolke versteckt. Auf jeden Fall zieht es an mehreren Stellen... an Stellen wo er eigentlich keine Narben hat.

Mühsam schlüpft er in die Weste, schnappt sich sein Messer und stolpert durch den Raum zur Treppe und an der nach unten. Es scheint sich um ein Gasthaus zu handeln. Ein Gasthaus der Pandaren. Zwei großen, runde Tische stehen in der Raummitte, an einem haben sich zwei Blutelfen und vier Pandaren Platz gemacht.

So langsam sickern Erinnerungsstücke durch den Nebel in seinem Kopf und mühselig bringt Zin ein "Morg'n" zustande. Erfreut ihn auf den Beinen zu sehen wird er gefragt wie es ihm geht und ein Frühstück wird ihm angeboten. Als würde jemand anderes seinen Körper lenken geht er zum Tisch und macht sich gierig über das Essen her. Der Hunger meldet sich und der große Troll verdrückt sogar eine zweite Portion. Die Energie des Essens vertreibt den restlichen Nebel aus seinem Kopf und bringt ihn ins hier und jetzt retour.

Immer klarer kommen die Erinnerungen an das, was vor seinem komischen Schlaf passiert ist. Sie waren in einem Tempel, in dem Arashi von Dämonen gefangen halten wurde. Die gesamte Gruppe hat den Tempel durchsucht und dabei gegen sämtliche Dämonen gekämpft.

Zin erinnert sich wage daran, wie die Welt um ihn herum rot wurde. Egal ob Höllenhund oder Wichte, jeder Dämon starb durch seinen Zorn und seine Wut. Nachdem sie Arashi gerettet haben gingen sie in Sicherheit. Er erinnert sich wie er langsam wieder die Kontrolle zurück gewann, spürte aber eine Schwäche und eine Kälte die in ihm hochkletterte.

Die Pandahexe die sie begleitete hat in das Wasser geschaut, das für sie gestohlen wurde. Irgendetwas hat sie erschreckt, denn sie floh und als wäre das nicht genug, kommt ein Zandalari in Eulengestalt zu ihnen und meinte, sie ab jetzt zu begleiten. Geschwächt und immer starrer werdend ist er zum See neben der Tempelanlage gegangen, als alles plötzlich schwarz vor ihm wurde.

Ja und jetzt ist er hier, in einem Gasthaus und mit einem komischen Traum... ob der Tag noch besser wird?
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